Betreuung der Kriegsflüchtlinge sicher stellen

Pressefoto Sigi klein

Der Stadtrat entscheidet am Freitag darüber, ob auf dem ehemaligen Kasernengelände weitere Übergangsheime für rund 265 Flüchtling entstehen sollen.  „ Natürlich wäre eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge absolut wünschenswert. Realistisch gesehen, besteht in Landshut aber keine Möglichkeit, auf die Schnelle dezentrale Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Deshalb tragen wir die Entscheidung mit, weitere Übergangsheime am Kasernengelände zu schaffen“, sagt Fraktionsvorsitzende Sigi Hagl. Es gehe aber nicht nur um die räumliche Unterbringung, sondern vor allem um die  entsprechende Betreuung der Flüchtlinge. Ihre Fraktion erwartet  daher, dass die Regierung von Niederbayern für die notwendige Betreuungsinfrastruktur sorgt. Gerade Flüchtlinge aus Kriegsregionen sind oft schwer traumatisiert und bedürfen besonderer Betreuung. Ebenso müsse man darüber reden, welche Schulen und Kindertageseinrichtungen die Flüchtlingskinder besuchen werden, ob das Angebot an Deutschkursen ausreicht bzw., wie die ehrenamtlichen Strukturen gestärkt werden können, so Hagl.

In diesem Zusammenhang appellieren die Grünen auch an die Stadt, sich beim bayerischen Sozialministerium für die Fortsetzung  sinnvoller Freiwilligenprojekte zur Sprachförderung von Asylbewerbern und Flüchtlingen einzusetzen, wie das Projekt „Cafe Deutsch“ der Freiwilligenagentur Landshut. Es ist zu befürchten, dass die Förderung des Projektes nicht mehr verlängert wird und das „Cafe Deutsch“ vor dem Aus steht. Für Sigi Hagl ist das nicht nachvollziehbar: „Gerade jetzt sollten wir die Kräfte bündeln und brauchen engagierte Freiwillige, die den Flüchtlingen zur Seite stehen, um ihnen das Ankommen in Landshut zu erleichtern.“

 

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