Armut trotz Arbeit – die Zahl der „working poor“ nimmt zu

Grünen MdB Ekin Deligöz informiert sich bei der Landshuter Armutskonferenz

Von rechts: Christine Lohrey, Johanna Behrens und Angelika Hirsch (Vertreterinnen der Landshuter Armutskonferenz), Ekin Deligöz (MdB), Doris Wagner (Frauenreferentin er Bayerischen Grünen) und Hedwig Borgmann (Sprecherin des Kreisverbandes Bündnis90/Die Grünen Landshut

Im Rahmen ihrer Niederbayerntour traf sich Ekin Deligöz, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis90/DieGrünen, vergangene Woche mit Vertreterinnen der Landshuter Armutskonferenz. Johanna Behrens von der Diakonie Landshut machte bei dem Treffen deutlich, in welch rasantem Tempo trotz Vollbeschäftigung in Landshut ein Anstieg der Menschen, die in prekären Bechäftigungsverhältnissen stecken, zu verzeichnen sei. Leiharbeit und Minijobs seien eine Armutsfalle vom Job bis zur Rente. Ekin Deligöz bekräftigte, dass Leiharbeitskräfte vom ersten Tag an wie die Stammbelegschaft entlohnt werden müssten, „denn nur so kann verhindert werden, dass Belegschaften zweiter Klasse entstehen“.

Herbe Kritik übten die Vertreterinnen der Armutskonferenz am Bildungs- und Teilhabepaket. Das Programm, das Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien bessere Bildungschancen und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen soll, komme bei den Kindern nicht an. Beim Bildungs- und Teilhabepaket handle sich nicht nur um ein Verwaltungsmonster, die Betroffenen empfänden es zudem als Gängelei und würden oft aus Scham die Anträge gar nicht stellen, obwohl sie dazu berechtigt wären, meinte Angelika Hirsch vom AWO-Frauenhaus.

Neben der Armutskonferenz besuchte die Bundestagsabgeordnete Deligöz in Landshut auch die Fachakademie für Sozialpädagogik der Schulstiftung Seligenthal und den Landshuter Migrationsbeirats.

 

 

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