Bernlochner und die Folgen

metzger_hermannMit großer Genugtuung nimmt die Grüne Fraktion zur Kenntnis, dass der Erbbaurechtsvertrag
Bernlochner bald Geschichte sein wird. Jetzt stehen aus Sicht der Fraktion
zwei äußerst komplexe Probleme zur Lösung an.
Das ist zum einen die konkrete Ausgestaltung der Rückabwicklung. Stadtrat Hermann
Metzger sieht die Stadt dabei vor einer Gratwanderung. Einerseits könne und dürfe die
Stadt nichts verschenken. Andererseits sei aber eine baldige und praktikable Regelung
ohne langwierige rechtliche Auseinandersetzung wünschenswert. Für die Zukunft weit
wichtiger erachtet die Grüne Fraktion eine Lösung der Frage, wo das Stadttheater
künftig sein Haus haben wird. Eine ernstliche Chance für den Verbleib im Bernlochner
sieht Metzger kaum mehr. Unabdingbare Voraussetzung dafür sei erstens die Bereitschaft
der Eigentümer, das Grundstück im Bereich des Theatergebäudes zu einem
angemessen Preis an die Stadt zu verkaufen, die für das aufstehende Bauwerk schon
vor langer Zeit bezahlt habe. Zweitens müsse es baulich und rechtlich möglich sein,
den Theaterbau vom übrigen Bernlochner-Komplex so abzutrennen, dass eindeutige
Grenzen gezogen werden können und das Theater dabei funktionsfähig bleibt. Sind
diese Voraussetzungen nicht gegeben, dann scheidet das Theater im Bernlochner bereits
deswegen aus allen weiteren Überlegungen aus. Seine lange Ära wird Geschichte.
Ob es dazu kommen muss, sollte die Verwaltung aus Sicht der Grünen Fraktion
möglichst rasch klären.

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