Bürgertreff Westtangente: Unerhörte Publikumsbeschimpfung

Leserbrief zum Bericht „Keine Anbindung an Klötzlmüllerstraße“, LZ vom 30. Juni 2011, Seite 25:

Wer trotz Hitze und stickiger Luft bis zum Schluss in der Halle ausharrte, dem blieb spätestens bei der Lektüre des Berichts über den Bürgertreff zur Westtangente die Luft weg: Der Provokateur wurde in die Opferrolle geschrieben, die restlichen Besucherinnen und Besucher des Bürgertreffs als aufgebrachte Meute dargestellt. Das ist eine erschreckende mediale Verfälschung der Wirklichkeit!
Zunächst bleibt völlig unerwähnt, dass die Bürgertreff-Besucher überhaupt erst nach 1 ¼ Std. zu Wort kamen, weil sie – stehend! – eine nicht enden wollende Vortragsreihe angereichert mit unzähli­gen überflüssigen Zahlen und Daten über sich ergehen lassen mussten. Sie ertrugen es mit großer Geduld. Die anschließende Diskussion war zwar leidenschaftlich geführt aber ebenso anständig. Als aggressiv und provozierend fiel einzig und allein der JU-Vorsitzende auf, dessen Wortmeldung zu recht bei den Anwesenden für Empörung sorgte. Publikumsbeschimpfung ist schlechter Stil – für politische Vertreter aber auch für Medien­vertreter.
Bleibt nur zu hoffen, dass interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger sich davon nicht einschüchtern lassen, sondern sich nach wie vor kritisch-konstruktiv zu Wort melden.

Sigi Hagl
Stadträtin (Bündnis90/Die Grünen)

Markus Scheuermann
Stadtrat (Bündnis90/Die Grünen)

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