Busfahren in Landshut muss attraktiver werden

Sigi-HaglDer öffentliche Personennahverkehr in der Stadt Landshut ist dringend zu verbessern. In einem Antrag an den Stadtrat fordert die Fraktionsvorsitzende der Grünen nun eine generelle Überprüfung des ÖPNV- Angebots und drängt darauf, zumindest die bis Dezember 2012 genutzte Linienführung wieder einzuführen.  Unabdingbar ist ihrer Auffassung nach eine direkte Anbindung aller Linien an mindestens eine der beiden zentralen Bushaltestellen Hauptbahnhof und Altstadt und eine regelmäßige Taktung. „Das ÖPNV-Angebot hat sich durch Linienkürzung, veränderte Linienführung und Taktausdünnung mittlerweile vom damaligen Optibus 2006 –Konzept so weit entfernt, dass es nicht mehr auf die Mobilitätsbedürfnisse der Fahrgäste ausgerichtet ist. Es bietet in manchen Stadtteilen gerade noch eine dürftige Grundversorgung, jedoch keine tatsächliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr“, bemängelt Hagl. Seit den zum Fahrplanwechsel Januar 2013 vorgenommenen Kürzungen im Liniennetz reißt die Kritik der Fahrgäste nicht ab.

Gerade Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind auf den ÖPNV angewiesen. Die bestehenden Bedienungslücken sowie das ausgedünnte Stadtliniennetz führen zu Erreichbarkeits­proble­men zentraler Busknotenpunkte und städtischer Einrichtungen.

So ist die Erreichbarkeit der städtischen Friedhöfe vom Landshuter Westen kommend (Linie 4) nur noch durch 2-maliges Umsteigen bzw. unzumutbare Wartezeiten an den Umsteigepunkten (bis zu einer halben Std.) möglich und dauert bis zu einer Stunde.

Es existiert keine Direktverbindung vom Landshuter Westen zum Hauptbahnhof und faktisch wurde die Taktung auf eine Stunde reduziert. (Weiterfahrt bei Ankunft Querstraße um 40 nicht möglich). Hinzu kommt eine unregelmäßige Taktung auf der Linie 4 morgens und mittags.

Seit dem Fahrplanwechsel am 01.01.2013 verkehrt die Linie 11 im Abschnitt Nikola/ Innenstadt mit einer ausgedehnten Schleifenfahrt in Richtung Hauptbahnhof über den Alter Viehmarkt und den Postplatz kommend vom Piflaser Weg. Diese Streckenführung ist sowohl für Bahnpendler als auch für Besucher der Innenstadt uninteressant und sollte dringend überdacht werden.

Ein verlässliches zeitlich-räumliches Angebot ist beim öffentlichen Personennahverkehr unerlässlich. „Linienführungen, die zunächst in die Gegenrichtung fahren, bevor sie ihr Ziel ansteuern, unregelmäßige Taktung und problematische Umsteige­beziehungen müssen künftig vermieden werden, wenn wir den ÖPNV nach vorne bringen wollen“, sagt Sigi Hagl.

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