CSU und bezahlbares Wohnen: Ein Fall von politischer Schizophrenie

Sigi Hagl Fraktionsvorsitzende

Sigi Hagl
Fraktionsvorsitzende

„So viel Heuchelei möchte man für schier unmöglich halten“, kommentiert die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landshuter Stadtrat, Sigi Hagl, den neuesten Aufschlag der CSU in Sachen kommunalen Wohnungsbau. „Noch am Freitag hat sich die CSU verweigert, überhaupt die von uns angestoßene Debatte über die Schaffung bezahlbarer Wohnungen zu führen, heute spielt sie sich als Macher auf, fordert schnelles Handeln und tut das Gegenteil, indem sie die Entscheidung ins Frühjahr 2016 verschieben will. Das ist ein schwerer Fall von politischer Schizophrenie.“


Bezahlbarer Wohnraum ist in Landshut Mangelware. Deshalb ist es mehr als überfällig, dass die Stadt Landshut endlich in den kommunalen Wohnungsbau einsteigt. Das fordern die Grünen seit langem: „Dabei geht es aber nicht um die einmalige Schaffung von 20 Wohneinheiten und damit war`s das, wie sich die CSU das offensichtlich vorstellt, sondern um eine dauerhafte Aufgabe für die Stadt, die aus unserer Sicht nur vernünftig über eine städtische Wohnungsgesellschaft abgebildet werden kann“, so Hagl.
„Wir können morgen entscheiden und im Frühjahr loslegen“, sagt Hagl. „Unseren Haushaltsantrag dazu werden wir am Freitag im Haushaltsplenum abstimmen lassen. Wenn es der CSU ernst ist mit ihrem neuerlichen Bekenntnis zum kommunalen Wohnungsbau, dann freuen wir uns auf ihre Zustimmung am Freitag.“
Die Stadtratsfraktion der Grünen wird neben dieser Kernforderung auch erneut über eine Machbarkeitsstudie für ein Stadttheater am Bernlochner Areal abstimmen lassen, sowie über die Mittelbereitstellung zur Sanierung des Lehrschwimmbeckens der Grundschule St. Wolfgang.

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