Die GBW muss in öffentlicher Hand bleiben

Hedwig Borgmann, Sigi Hagl, Dekan Siegfried Stelzner, Anja König, Josef Biersack, Klaus Pauli, Oliver Wunsch und Johanna Behrens

Das „Bündnis bezahlbares Wohnen Landshut“ startet eine Unterschriftenaktion gegen die drohende Privatisierung der größten bayerischen Wohnungsgesellschaft GBW. Sie fordern eine dauerhafte soziale Absicherung der über 80.000 Mieterinnen und Mieter. Diese sei am Besten dadurch erreichbar, dass die bayernweit 33.000 Wohnungen in öffentlicher Hand blieben, so Sigi Hagl, Fraktionsvorsitzende der Grünen auf der gestrigen Pressekonferenz zum Auftakt der Unterschriftenaktion. In Landshut und Altdorf sind rund 3000 Mieter in den 1300 GBW-Wohnungen betroffen. Das Bündnis, das sich zusammensetzt aus den Landshuter Grünen, der SPD, dem Mieterverein Landshut und dem bayerischen Landesverband des Deutschen Mieterbundes wird unterstützt von der Landshuter Armutskonferenz.  Oliver Wunsch, 2. Vorsitzender des Mietervereins Landshuts wies bei der Vorstellung des Bündnisses auch auf die Folgen eines Verkaufs der GBW für den Landshuter Wohnungsmarkt hin: „Die Tatsache, dass bis dato bezahlbarer Wohnraum, insbesondere auch Sozialwohnungen, zum Verkauf anstehen, wird in Landshut dazu führen, dass sich die Wohnungsknappheit zumindest mittelfristig weiter verschärft. Umso wichtiger ist es, dass das neu gegründete Bündnis auf die Missstände im sozialen Wohnungsmarkt aufmerksam macht und weitere Anhänger und Fürsprecher findet. Denn: Wer heute die Wohnungsknappheit nicht bekämpft, hat sich morgen mit viel größeren sozialen Problemen zu beschäftigen.“

Wichtig sei es auch, so Hagl, dass nicht nur die Betroffenen die Forderungen des Bündnisses unterzeichnen, sondern viele Landshuter und Landshuterinnen ihre Solidarität mit den Mietern bekunden, und ihre Unterschrift als ein Zeichen für Mieterschutz und gegen Wohnungsspekulanten setzen. Am kommenden Freitag, 10. August sammelt das Bündnis von 10:00 bis 13:00 Unterschriften vor dem Landshuter Rathaus. Weitere Infostände sind geplant.

GBW- Unterschriftenliste

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