Einzelhandelskonzept darf kein „Stumpfes Schwert“ bleiben

Für gutes Geld hat die Stadt Landshut die Entwicklung eines Einzelhandelskonzeptes in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse seit mehr als einem Jahr vorliegen.

Dieses Einzelhandelskonzept geht bereits jetzt in die Bewertung städtebaulich bedeutsamer Vorhaben ein, so erst vor kurzem im Bausenat zur Beurteilung der geplanten Maßnahme der CCL-Erweiterung.

Ein Schwerpunkt des Konzepts ist die Festlegung von Einzelhandelssortimenten, die für die Innenstadt wichtig sind: Mithilfe der Kriterien kann die Stadt Landshut die Attraktivität der Innenstadt dauerhaft stärken.

Das Konzept wäre auch ein gutes Instrument um z.B. in den Stadtvierteln den Bestand von Läden des täglichen Bedarfs zu erhalten oder die Ansiedlung solcher Geschäfte zu erleichtern. Die Stadt könnte darauf Einfluss nehmen, ob man für ein Packerl Nudeln oder ein Kilo Zucker ins Auto steigen muss oder nicht.

Umso bedauerlicher ist es deshalb zu werten, dass dieses Konzept nicht beschlossen werden soll und damit ein „stumpfes Schwert“ bleiben wird.  Wir verschenken hier Chancen zur planvollen Ansiedlung von Einzelhandel, die das Baugesetz ausdrücklich ermöglicht. Stattdessen sollen nur allgemein gehaltene „Handlungsgrundsätze“ verabschiedet werden.

Wie wenig Interesse die Stadt diesem Gutachten entgegen bringt, zeigt sich u.a. daran, dass das Konzept jetzt erst im Plenum behandelt wird und erst auf Drängen auch der Gutachter Dr. Leiner dazu eingeladen wurde um seine Ergebnisse vorzustellen.

 

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