Erneuerbare Energien – Landshut muss sich entscheiden


Die Grüne Fraktion blickt gespannt auf die Plenardebatte am kommenden Freitag. Anlass ist die Frage, ob die Müllverbrennungsanlage in ein Biomasseheizkraftwerk umgewandelt oder aber stillgelegt wird. Nach Auffassung der Grünen gilt es hier ein klares Signal für die Erneuerbaren Energien zu setzen.

Die Stadtwerke stehen als Betreiber der Anlage bereit und hätten die einmalige Chance ihre Eigenstromerzeugung ganz erheblich zu erhöhen, von gut  8 % auf ca. 13 %. Das inzwischen vorliegende Gutachten bestätigt bei vorsichtigen Annahmen, dass dieser Weg für die Werke wirtschaftlich sinnvoll und nachhaltig ist.

Damit befinde sich die Stadt in der komfortablen Ausgangslage, durch geringe Investitionen in den Umbau einer bestehenden Anlage einen gewaltigen Schritt auf dem Weg zur Energieselbstversorgung voran zu kommen, so Fraktionsvorsitzende Sigi Hagl. „Andere Kommunen müssten zur Verwirklichung solcher Großprojekte 30 Millionen Euro und mehr für den Neubau eines Heizkraftwerkes in die Hand nehmen.“

Umso irritierender ist nach Meinung der Grünen Fraktion das kategorische Nein mancher Stadtratskollegen zu diesem Projekt. Für Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner wäre das Mindeste, dass die Neinsager dann andere Projekte vorschlagen würden, mit denen die Stadt ihre Ziele des Energieleitbilds erreichen kann: „Es kann nicht sein, hehre Ziele zu verabschieden wie den vollständigen Umstieg auf Erneuerbare Energien bis 2037 und es gleichzeitig abzulehnen, sich auf den Weg dorthin aufzumachen.“

Verwandte Artikel