Faires Neujahrs-Frühstück im Schwarzen Hahn

Fairtrade-Fruehstueck_AlleRechteTFWas lange währt wird endlich gut. Fünf Jahre nach dem Stadtratsbeschluss im Dezember 2009 konnte Landshut endlich die Bewerbung zur Fairtrade-Town einreichen. Für die Grüne Fraktion ein Grund zum Feiern. Sie lud zum Neujahrsfrühstück am 11.1.2015 mit fairen Produkten ein und viele Gäste kamen bestens gelaunt in den Schwarzen Hahn.  „Fairtrade bedeutet Genuss auf Augenhöhe“ so die  Organisatorinnen Hedwig Borgmann und Christine Riedl in ihrer Begrüßung. Als VerbraucherInnen machen wir Politik mit dem Einkaufswagen und entscheiden durch unseren Einkauf, welche Produkte wir unterstützen wollen und welche nicht. Fairtrade ist aktive Armutsbekämpfung. Mit wenigen Cent mehr für das Endprodukt können die ProduzentenInnen ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Leben führen, erhalten ihre Kinder eine gute Ausbildung und wird die Umwelt geschützt. Der Umsatz mit Fairtrade-Produkten wächst seit Jahren kontinuierlich. Immer mehr VerbraucherInnen entscheiden sich bewusst für faire Produkte. Noch weitaus größere Handlungsmöglichkeiten hat die öffentliche Hand. Die Kommunen zum Beispiel kaufen jährlich für 180 Milliarden Euro ein. Dabei spielen ökologische und faire Aspekte leider noch kaum eine Rolle. Das soll in der fairen Kommune anders werden. Die Fairtrade-Town ist ein erster wichtiger und guter Schritt auf dem Weg zur fairen Kommune. Der Titel ist geschützt und wird vom Verein Transfair für zwei Jahre verliehen, dann erfolgt eine Überprüfung. Wer Fairtrade-Town werden will, muss vorgegebene Kriterien erfüllen. So gibt es etwa in jeder Fairtrade-Town eine Steuerungsgruppe, die alle Akteure und Aktivitäten aus Politik, Verbänden, Vereinen, Wirtschaft und Schulen vernetzt. Dieser Prozess schafft öffentliches Bewusstsein für den fairen Handel. „ Doch auch die Kommune muss mit gutem Beispiel vorangehen“, forderte Stadträtin Hedwig Borgmann beim fairen Frühstück. So sollen in städtischen Einrichtungen wie Altenheimen oder Kinderkrippen zunehmend Produkte aus fairem Handel Verwendung finden. Ebenso auf Messen, Märkten und Dulten. Die Kriterien für die Beschicker müssen dahingehend geändert werden. „Darüber hinaus fördert die faire Kommune das faire Zusammenleben aller Menschen, die in der Gemeinde leben ungeachtet ihrer Herkunft und Kultur“, so Hedwig Borgmann.

 

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