Für 2,5 Milliarden die Mieter verraten: Grüne werfen Söder&Co eine Politik der sozialen Kälte vor

Sigi-HaglMit dem Verkauf der Landesbank eigenen GBW-Wohnungen an die Augsburger Patrizia drohen nun auch den Mieterinnen und Mietern der über 1000 GBW-Wohnungen in Landshut empfindliche Mieterhöhungen. Erfahrungen aus Baden-Württemberg, wo die Patrizia Immobilien AG vor rund einem Jahr die dortigen Landesbank-Wohnungen aufkaufte, zeigen dies. Der angebliche Mieterschutz durch die von Söder versprochene Sozialcharta XXL ist nach Auffassung der Grünen Fraktionsvorsitzenden absolut unzureichend. „Wäre es der CSU bei diesem wohl größten Immobilien-Deal in Bayern tatsächlich jemals um das Wohl der rund 85.000 Mieterinnen und Mieter gegangen, dann hätte der Freistaat die Möglichkeit gehabt, die Wohnungen selbst zu kaufen. Das lag zu keinem Zeitpunkt in seinem Interesse.“
Bei einem Verkaufspreis der um rund 1 Mrd. über dem erhofften Erlös liege, könne man sich leicht ausrechnen, dass eine Rendite nur durch Umwandlung in Eigentumswohnungen oder steigende Mieten zu erzielen ist, so die Sicht der Grünen. Für Landshut bedeutet dies, dass sich der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in absehbarer Zeit massiv verschärfen wird.

Verwandte Artikel