Glyphosatfreies Landshut

fotos harry 2011-1Einen kompletten Verzicht auf die Ausbringung glyphosathaltiger Pflanzengifte fordert die Grüne Stadtratsfraktion . Die Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Auf allen Flächen, die die Stadt oder die Heilig-Geist- Stiftung unterhalten und bewirtschaften, sollen deshalb ab sofort keine glyphosathaltigen Pflanzengifte mehr zum Einsatz kommen. Pächter von kommunalen landwirtschaftlich genutzten Flächen und von Kleingärten sollen mittels einer Klausel im Pachtvertrag zum vollständigen Verzicht verpflichtet werden. Private Unternehmen, die Aufträge von der Stadt Landshut zur Pflege oder Anlage von Grün-, Sport- und Verkehrsflächen erhalten, werden entsprechend auf einen Glyphosatverzicht vertraglich verpflichtet werden.
Glyphosat ist weltweit das am häufigsten verwendete Pflanzengift. Es wird nicht nur in der Landwirtschaft angewendet, sondern auch von Kommunen zur Pflege öffentlicher Grünflächen und in Privatgärten. Wie Studien zeigen, ist Glyphosat in vielen Getreideprodukten, aber auch in Muttermilch nachweisbar. Dennoch ist nicht sicher, ob die Zulassung für die EU im Juni 2016 tatsächlich ausläuft. „Bis zur Klärung aller noch offenen Fragen darf es keine Wiederzulassung in der EU geben, und die Anwendung muss gestoppt werden. Landshut sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Auch wenn nur geringe Mengen bei uns eingesetzt werden, sollte die Anwendung generell unterbleiben“, fordert Stadträtin Hedwig Borgmann. „ Auf kommunaler Ebene gibt es inzwischen gute Beispiele die zeigen, wie eine pestizidfreie Grünflächenpflege funktionieren kann. Aus ökologischen Gründen ist ein Verzicht auf Glyphosat dringend geboten, um den dramatischen Artenschwund zu stoppen“.

 

20160108 Antrag – Kein Einsatz glyphosathaltiger Pflanzengifte auf Flächen der Stadt Landshut

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