Grüne appellieren an GeWoGe: Mieter dürfen nicht raussaniert werden

Sigi Hagl Fraktionsvorsitzende

Sigi Hagl
Fraktionsvorsitzende

Kein Verständnis zeigen die Grünen im Landshuter Stadtrat für das Vorhaben der GeWoGe, 108 Wohnungen in der Jörg-Breu-Straße komplett zu räumen, um sie zu sanieren. „Die Wohnungssituation in Landshut ist massiv angespannt. Günstiger Wohnraum fehlt und die GeWoGe erwägt ernsthaft, Mieterinnen und Mieter von 108 Wohnungen komplett rauszusanieren. Das ist ein Hammer. Wir richten daher den dringenden Appell an die GeWoGe, ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Mietern gerecht zu werden und nach verträglicheren Lösungen zu suchen, so dass die Mieter ihre Wohnungen nicht verlieren“, sagt Fraktionsvorsitzende Sigi Hagl. Ihrer Meinung nach spreche gegen solche radikalen Maßnahmen auch der soziale Mieterschutz. Für viele der dortigen Bewohner sei die Kündigung und der Rauswurf schon wegen ihres hohen Alters oder der sozialen Situation unzumutbar. Bedenken gegen die Wirksamkeit der zukünftig zu erwartenden Kündigungen äußerte im Gespräch mit den Grünen auch Oliver Wunsch, 2. Vorsitzender des Mieterverein Landshuts. Laut Wunsch hätten solche Verwertungskündigungen hohe Hürden. Es müsse glasklar belegt sein, dass die Sanierungen so tiefgreifend sind, dass die Mieter wirklich nicht bleiben können.
Medienberichten zu Folge, sollen die fünf GeWoGe-Wohnblöcke vollständig entmietet und in einem Zeitraum von sechs Jahren generalsaniert werden. Wirtschaftlich plausibel erscheint das Vorgehen auf den ersten Blick nicht, meinen die Grünen. Schließlich fehlten über einen langen Zeitraum hinweg dann die Mieteinnahmen.

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