Grüne fordern Landschaftsschutzgebiet

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Der Stadtrat wird in einer gemeinsamen Sitzung des Umwelt- und Bausenats kommende Woche über die Schaffung des Landschaftsschutzgebietes im Salzdorfer Tal beschließen. „Das Ziel dieser Maßnahme muss es sein, das einmalig schöne Landschaftsbild zu erhalten und vor weiterer Zersiedelung zu schützen“, so Hedwig Borgmann, Grünen-Stadträtin.

Das Salzdorfer Tal erfüllt alle Anforderungen an ein Landschaftsschutzgebiet. Es  handelt sich nach wie um eine strukturreiche, bäuerliche Kulturlandschaft in unmittelbarer Stadtnähe. Von besonderer Bedeutung ist die Erholungsfunktion in unmittelbarer Stadtnähe. „Auch wenn bei der aktuellen Wohnungsknappheit eine Ausweisung von Baugebieten nötig ist, so müssen solch wertvolle Landschaften wie das Salzdorfer Tal zwingend von diesem Bestreben ausgenommen werden“ ist Stefan Gruber, Stadtrat der Grünen und Mitglied des Bausenats, der Meinung .

Die Grünen können sich der Meinung der Gegnerschaft nicht anschließen, dass die landwirtschaftliche Nutzung nur mehr eingeschränkt möglich sei.  Gerade die traditionelle bäuerliche Landwirtschaft habe die vielfältigen Lebensräume geprägt und kann dies auch in Zukunft in vollem Umfang weiter führen. Weshalb die massiven Einschnitte im Salzdorfer Tal in den letzten 10 Jahren vorangetrieben wurden, kann Stefan Gruber nicht verstehen. „Hat Alt-OB Deimer noch mit Hochglanzprospekten für das Salzdorfer Tal geworben und 1993 sogar ein Kunstprojekt im Tal ausgerufen, so ist nunmehr die bedingungslose Vermarktung dieses wichtigen Areals in den Mittelpunkt gerückt worden“, so der Grünen-Stadtrat.

Schon seit den 1960ziger Jahren gibt es Bestrebungen zum Schutz dieser einmaligen Kulturlandschaft. Die aktuelle Diskussion wurde durch einen Bauantrag im Bereich des Englbergwegs ausgelöst.

Der Schwerpunkt der weitreichenden Entscheidungen in den Fachausschüssen muss auch weiterhin im Schutz der Natur und in der Erhaltung des Salzdorfer Tals als Erholungsgebiet liegen.

 

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