Grüne und SPD sehen in Kooperation zwischen Stadt und weiteren Trägern eine gute Chance für die Jugendherberge

Sigi Hagl Fraktionsvorsitzende

Sigi Hagl
Fraktionsvorsitzende

Mit dem Scheitern des Interessenbekundungs-verfahrens ist die Frage, wie es mit dem Betrieb der Landshuter Jugendherberge im Ottonianum weitergehen wird, wieder offen. „Wir brauchen eine rasche Entscheidung darüber und Planungssicherheit für einen längeren Zeitraum“, sagt Grünen-Fraktionsvorsitzende Sigi Hagl. Die Stadtratsfraktionen von SPD und Grüne fordern in einem gemeinsamen Antrag die Verwaltung auf, dem Stadtrat im nächsten Plenum ein Konzept in eigener Trägerschaft vorzulegen, das den Betrieb der Jugendherberge mindestens für die nächsten fünf Jahre sichert und zwar am jetzigen Standort. „Die Jugendherberge im Ottonianum hat eine lange Tradition und es ist der Charme des historischen Gebäudes und die attraktive Lage, die den Reiz der Jugendherberge ausmachen“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Robert Gewies. Zudem legen die Antragsteller Wert darauf, dass eine Bettenkapazität von 100 bis 150 Betten aufrechterhalten werden müsse. „Kleiner geht für eine Stadt wie Landshut auf keinen Fall“, so Gewies. Die bereits erfolgte Erhöhung der Bettenkapazität auf derzeit 140 habe gezeigt, dass diese Größenordnung notwendig sei, um die saisonell hohen Nachfrage bedienen zu können.
Ziel müsse es jedoch weiterhin sein, das hohe Defizit der Jugendherberge spürbar zu reduzieren. SPD und Grüne sehen dabei gute Chancen, dies mit einem inklusiven Kooperationsmodell verwirklichen zu können. „Wenn wir es schaffen, mindestens Küche, Kiosk und Bistrobetrieb zusammen mit einer Integrationsfirma zu betreiben, würde die Jugendherberge nicht nur an Attraktivität gewinnen, sondern dürfte sich dies auch positiv auf das Betriebsergebnis auswirken“, meint die Grünen-Stadträtin Hagl.

20150629 _Antrag Jugendherberge

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