Grüne für Versatzlösung und ortsnahe Umfahrung im Osten

Der Landshuter Stadtrat wird sich auf seiner Plenarsitzung am Freitag damit befassen, ob die Ergoldinger Resolution für einen zügigen Weiterbau der B15 neu unterstützt wird. Dieser Antrag führte bereits in der letzten Sitzung des Regionalen Planungsverbandes Landshut zu keinem Ergebnis. Vielmehr wurde deutlich, dass keine Gemeinde jenseits der A92 in Richtung Rosenheim ein Interesse am Weiterbau der Autobahn B15 neu hat.

Einen Weiterbau der B15 neu südlich der Autobahn A 92 lehnt die Grüne Stadtratsfraktion ab. Die Grünen fordern: Keine unfinanzierbaren, langlaufenden und zerstörerischen Großprojekte, die niemand braucht, sondern ökologische und zukunftsorientierte Verkehrspolitik.

Als ersten Schritt sehen die Grünen die Versatzlösung mit dem Stopp der B15 neu an der A92. „ Nachdem die gesamte B15 neu nur der Entlastung und weiträumigen Umfahrung von München dient, ist es am sinnvollsten, über die A92 in Richtung München und anschließend über die Flughafentangente bei Erding eben diese Umfahrung zu ermöglichen“, so Verkehrssenatsmitglied Markus Scheuermann. Dazu würde schon eine Beschilderung und die Ausweisung in den entsprechenden Routenplanern ausreichen.

Zur späteren Entlastung von Landshut führe lediglich eine ortsnahe Umfahrung zum Ziel, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtratsfraktion. Dazu brauche es keine Autobahn, die – wie auch das Beispiel Altdorf gut zeigt – gar nicht angenommen wird, sondern lediglich eine normale Bundesstraße.

Bisher nicht berücksichtigt wurden auch die Schwierigkeiten und Kosten, die naturgeschützten Isarhangleiten mit sechs Fahrspuren und damit zwei Tunnels zu überwinden. Völlig zu Recht gibt es hierzu Einsprüche von Seiten des Natur- und Umweltschutzes. Zudem sind sämtliche Kassen so leer, dass die Realisierung der Trasse bis Rosenheim in den nächsten 20 Jahren nicht weiter verfolgt werden wird.

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