Grüne setzen sich für Verbleib der Flüchtlinge in Landshut ein

Sah es noch am Freitag so aus, als würde sich die Situation der Flüchtlinge in Landshut durch den Neubau einer Unterkunft am Standort Schönbrunner Straße bald entscheidend verbessern, hat sich die Situation in den letzten Tagen dramatisch zugespitzt.Laut Bodengutachten ist ein Neubau an der Stelle unmöglich und alle 80 Flüchtlinge müssen laut Auskunft der Regierung von Niederbayern noch in der kommenden Woche in eine Unterkunft nach Schöllnstein im Bayerischen Wald verlegt werden, die Unterkunft in Landshut geschlossen werden.

„Dort gibt es keine Betreuungsangebote und keine vernünftige Verkehrsanbindung. Für die traumatisierten Flüchtlinge, die im Programm „Refugio“ in therapeutischer Behandlung sind, ist diese Situation unzumutbar, aber auch Flüchtlinge, die in Landshut in einem Arbeitsverhältnis sind, haben keine Möglichkeit, vom weit abgelegenen Schöllnstein aus, dieser Arbeit weiter nachzugehen“, so Grünen-Fraktionssprecherin Sigi Hagl: „Wir müssen alles daran setzen, das Schlimmste zu verhindern und schnellstens speziell für diesen Personenkreis Unterkünfte in Landshut bereitstellen.“ Die Stadtratsfraktion hat bereits am Montag in einem Dringlichkeitsantrag die Stadt aufgefordert, die Regierung von Niederbayern bei der Suche nach Übergangsquartieren zu unterstützen.

Eike Hallitzky, Landtagsabgeordneter der Grünen hat sich gestern in einem Schreiben an Regierungspräsident Grunwald gewandt mit der Bitte, eine dezentrale Unterbringung der „Refugio-Flüchtlinge“ in der Stadt Landshut ausnahmsweise zu ermöglichen, solange es keine zentrale Alternative gibt. Sozialministerin Haderthauer hat heute Vormittag zudem in einem Gespräch mit der Grünen Abgeordneten Ackermann signalisiert, sich für einen Verbleib der Flüchtlinge in Landshut einzusetzen.
siehe dazu:
Schreiben Renate Ackermann
Dringlichkeitsantrag Asyl

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