Heizwärme aus dem Abwasserkanal

Besichtigung der Landshuter Kläranlage: Bürgermeister Thomas Keyßner, Fraktionsvorsitzende Sigi Hagl, Susanne Fischer und Jürgen Pätzold

Bereits Anfang Februar haben die Grünen den Antrag gestellt, das Potential zur Energie­gewinnung aus Abwasser systematisch untersuchen zu lassen. Im morgigen Werksenat steht der Antrag nun auf der Tagesordnung. Dem jüngsten Pressebericht der Stadtwerke zufolge, ist kaum mit einer sachlichen Auseinandersetzung darüber im Werksenat zu rechnen, hat sich die Werkleitung darin doch bereits in aller Deut­lichkeit gegen die Abwasserwärmenutzung ausgesprochen und in dem Zusammenhang sogar von „Zwangsökologie“ gesprochen.

Abwasser ist eine ungenutzte Energieressource, die nicht nur langfristig gesichert, sondern erneuerbar und lokal vorhanden ist. Zusätzlich lässt sich mit der Nutzung der Abwasserwärme ein zukunftsweisender Klimaschutz-Impuls setzen. Anders als die Stadt Landshut hätten Nachbarstädte wie Straubing und jüngst auch Regensburg diese Vorteile bereits erkannt und setzen auf die Abwasserwärmegewinnung, betont Grünen-Fraktionsvorsitzende Sigi Hagl: „Abwasserwärme sollte überall genutzt werden, wo dies sinnvoll und wirtschaftlich möglich ist.“

Nach Auffassung der Grünen könnte das Abwasser als Wärmequelle ein Baustein dafür sein, die Position der Stadtwerke als lokaler Energieversorger zu stärken. Es lohne sich insoweit, die Energiegewinnung aus Abwasser sachlich und ergebnisoffen zu diskutieren, so Hagl.

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