Karlschwaige

fotos harry 2011-1Der Karlschwaige am Siebenbrückenweg droht der Verlust der Denkmaleigenschaft. Das LfD (Landesamt für Denkmalpflege) hat laut LZ vom 7.2. eine Überprüfung angekündigt, da im Zuge von Sanierungsmaßnahmen Baustruktur und Aussehen des Gebäudes stark verändert wurden. „ Da bin ich jetzt doch sehr verwundert“, erklärt die Grüne Stadträtin Hedwig Borgmann. „Mir gegenüber hat die Stadt mehrfach betont, dass die Sanierung der Karlschwaige im Einklang mit dem Denkmalschutz geschehe“. Im Hinblick auf die ursprünglich geplante Nutzung als Mutter-Kind Heim und Betreuungseinrichtung seien allerdings einige Veränderungen notwendig gewesen, die aber im Ermessenspielraum liegen. Die soziale Nutzung wurde in der Baugenehmigung aber nicht festgeschrieben. Die von der Stadt genannten Änderungen sind allerdings nicht deckungsgleich mit den vom Architekten Sperk in der LZ vom 7.2.2017 bemängelten Eingriffen in die Baustruktur und das Aussehen des Gebäudes. So wurde etwa das Entfernen des ursprünglichen Dachstuhls nie thematisiert. „Der Verdacht liegt nahe, dass hier ein Denkmal unwiderruflich zerstört wurde“, erklärt Borgmann. „Für mich besteht dringender Klärungsbedarf, wer für diesen Verlust verantwortlich ist“. In einem Berichtsantrag fordert die Stadträtin deshalb umfassende Aufklärung über alle Vorgänge rund um die Sanierung der Karlschwaige.

20170208 Berichtsantrag Karlschwaige

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