Keine Lockerung des Anbindegebotes

fotos harry 2011-1Mehr Hochwasser durch mehr Zersiedelung befürchtet die Grüne Stadtratsfraktion durch die geplanten Änderungen des Landesentwicklungs-programms. Insbesondere die Lockerung des Anbindegebots fördere die weitere Zersiedlung der bayerischen Heimat. In einem Dringlichkeitsantrag fordert die Fraktion daher eine ablehnende Stellungnahme der Stadt zur geplanten Teilfortschreibung des Landesentwicklungs-programms. „Bayern ist nach wie vor Spitzenreiter bei der Versiegelung von Flächen“ erklärt Stadträtin Hedwig Borgmann. „Eine Lockerung des Anbindegebots befördert den Flächenfraß. Wertvolle Landwirtschafts- und Naturräume werden versiegelt, intakte Kulturlandschaft wird verschandelt. Eine weitere Zersiedelung widerspricht allen Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung.“
Mehr Flächenverbrauch wirkt sich nach Ansicht der Grünen auch negativ auf das Hochwassergeschehen aus. Bei einer Lockerung sind weitere Gewerbeflächen zwischen der Münchnerau und Gündlkofen denkbar, die die Hochwassersituation in der Münchnerau noch verschärfen würde. Eine Lockerung des Anbindegebots führe zudem zu einem ruinösen Konkurrenzkampf zwischen den Kommunen und einer weiteren Verödung von Ortskernen, wenn weitere Gewerbeflächen auf der grünen Wiese ausgewiesen werden. Diese sollen auch für Handwerk und Kleingewerbe offen sein. „Die bayerische Landesregierung muss sich stattdessen am Ziel orientieren, weitere Versiegelung von Flächen zu verhindern“, so Borgmann.

Anlage:

20161018-dringlichkeitsantrag-stellungnahme-teilfortschreibung-landesentwicklungsprogramm

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