Kunst im öffentlichen Raum

„Die Stadt zeigt seit Jahren völliges Unvermögen, wenn es um Kunst im öffentlichen Raum geht“, kommentiert Hermann Metzger, Kulturexperte der Grünen Stadtratsfraktion die jüngste Entscheidung des Bausenats eine Edelstahlskulptur auf dem Münchnerauer Kreisel aufzustellen.    

So sei das, was man beim Hofgarten als Skulpturenpark präsentiert habe, von Beginn an nur eine peinliche Resteverwertung gewesen. Dass diese Anlage inzwischen völlig verkommen ist zeige auch, welchen Stellenwert die Stadt einem solchen Projekt zumesse. Hermann Metzger erinnert an das Sammelsurium, mit dem man vor einigen Jahren die Fußgängerzone vorübergehend ausgestattet hat.

Das jetzige Vorhaben reiht sich nahtlos in diese Linie ein. Bezeichnend findet es die Fraktion auch, dass die aktuelle Frage im Bausenat und nicht im Kultursenat behandelt wurde.

Da die Stadt sich allmählich zum Gespött mache, fordert die Fraktion einen radikalen Wandel. Projekte für Kunst im öffentlichen Raum müssen stets in Wettbewerben ausgeschrieben werden. Vor der Entscheidung im Stadtrat sind Fachleute anzuhören.

In der Sitzung des Bausenats hat die Kulturbeauftragte nur das Selbstverständliche gesagt und bereits deswegen wurde sie hart angegangen. Keinesfalls, so Metzger, könne ausschlaggebendes Argument für ein Projekt sein, dass es nichts koste: „Wenn man kein Geld ausgeben kann oder will, soll man es besser bleiben lassen.“

siehe auch: Artikel in der Landshuter Zeitung vom 06.03.2010 „Debatte um Seelenknoten ist gelöst“

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