Landshut und die öffentlichen Bedürfnisse

Im kommenden Bausenat stehen gleich zwei Anträge auf der Tagesordnung, die sich mit den öffentlichen WC-Anlagen in Landshut befassen.

Der Forderung nach einer durchgehenden Öffnung der städtischen WC-Anlagen erteilen die Grünen eine Absage. Nicht nur die zu erwartenden Zusatzkosten von bis zu 125.000 € jährlich sprechen dagegen, es wird auch das Problem der „Wildbiesler“ dadurch nicht gelöst werden.  „Wenn jemand in den Nachtstunden gegen eine  Kirchenmauer uriniert, wird dies kaum daran liegen, dass keine Toilette verfügbar ist“, so Susanne Fischer, „Ursache ist  eher eine starke Alkoholisierung in Kombination mit fehlendem Anstand“. Die Errichtung einer zusätzlichen WC-Anlage zwischen Martinskirche und  Dreifaltigkeitsplatz, wie von der SPD beantragt, dürfte eben so wenig zielführend sein. Bemerkenswert ist hierzu allerdings die Stellungnahme der Stadtverwaltung: Sie schlägt vor, dass „im Zuge des Baus des Burgaufzugs“ die Möglichkeit einer weiteren WC-Anlage geprüft werden solle. Damit greift die Verwaltung der Entscheidung des Stadtrates zum Burgaufzug vor, was bei der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Sigi Hagl, auf Kritik stößt:  „So zu tun, als sei der Bau des Aufzugs bereits beschlossene Sache, steht der Verwaltung nicht zu.“

 

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