Mittelschule keine Lösung

Hermann Metzger, Mitglied des Bildungs- und Kultursenats erklärt: „Das Projekt Mittelschule ist keine Lösung der Probleme der bestehenden Hauptschulen.“ Wirrwarr der Schulabschlüsse und aufwendiger Schülertourismus sind vorprogrammiert.     

Zur Aufwertung der Hauptschulen will die Bayerische Staatsregierung diese flächendeckend in sogenannten Schulverbünden zu Mittelschulen weiterentwickeln. Die Fraktion sieht in dem Projekt keine Lösung der bestehenden Probleme. Da nicht an jeder Schule eines solchen Verbundes alle Angebote verfügbar sein werden, sei aufwendiger Bustransport der Schüler von Schule zu Schule unvermeidbar. Der Zusammenschluss bestehender Hauptschulen zu Schulverbünden solle im Wege freiwilliger Vereinbarung von Schulen und Kommunen als Sachaufwandsträgern erfolgen. Nirgendwo sei geregelt, was zu geschehen habe und wer eine Entscheidung zu treffen habe, wenn eine solche Vereinbarung nicht zustande komme.

Völlig unakzeptabel, so Hermann Metzger, sei allerdings, dass unter dem Etikett Mittelschule nicht weniger als vier verschiedene Schulabschlüsse angeboten würden, die in ihrer Ausprägung und Qualität kaum vergleichbar seien. „Wie sollen Ausbildungsbetriebe mit diesem Wirrwarr zurechtkommen?“ fragt sich Stadtrat Hermann Metzger.

Nun gehe es der Fraktion aber darum, für die Schüler und Schulen das bestmögliche zu erreichen. Dass der Oberbürgermeister Anträge auswärtiger Hauptschulen auf Aufnahme in einen Schulverbund der Stadtschulen aufgeschlossen gegenübersteht, ist der Fraktion zu wenig. Die Grüne Fraktion tritt dafür ein, dass die Stadt von sich aus mit einem Angebot auf die Hauptschulen im Raum Tiefenbach, Ast, Kronwinkl und Buch am Erlbach zugeht. Wenn man auch für die fernere Zukunft sicherstellen wolle, dass der gewünschte mittlere Schulabschluss angeboten werden könne, sei dies unabdingbar. Es sei nämlich nicht zu erwarten, dass die Staatsregierung dauerhaft Klassen mit weniger als 15 Schülern zulassen werde und dem Drang zu Realschule und Gymnasium werde das Konstrukt Schulverbund nicht standhalten können. Deswegen solle bereits jetzt Vorsorge getroffen werden.

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