Modepark Röther – angesagter Rechtsverstoß

metzger_hermannWie von der Grünen Fraktion nicht anders erwartet, setzt sich die Fa. Röther mit ihrem Geschäft in der Maybachstraße über alle einschränkenden Vorgaben aus Bebauungsplan, Vertrag und beschränkter persönlicher Dienstbarkeit hinweg. Das Geschäft wird keineswegs „discountartig“ geführt, Röther hält sich nicht an das Gebot der Selbstbedienung. Was das Sortiment betrifft, hat eine Sprecherin der Fa. Röther schon im Oktober 2013 der Presse erklärt: „Wir ziehen auch in Landshut unser Konzept durch. Discountware wird es dort von uns sicher nicht geben.“ Genauso ist es gekommen.

Die Grüne Fraktion hat deshalb die umgehende Durchführung des für solche Fällte vereinbarten Monitorings beantragt, das sich allerdings nur auf Sortiment und Selbstbedienungsprinzip erstrecken kann, aber nicht mehr auf die Preisgestaltung. Röther hält offenbar die Grenzen aus dem letzten Gutachten vom Oktober 2014 ein. Stadtrat Hermann Metzger hält dieses Gutachten allerdings für fehlerhaft von Grund auf. Der Gutachter bezieht sich zum Vergleich auf Preise des K+L Ruppert-Geschäftes in der Altstadt. Das verkennt Sinn und Zweck der im Jahre 2011 getroffenen Regelungen vollständig. Wenn damals zur Kennzeichnung des Preisniveaus von discountartig geführten Geschäften neben anderen wie KiK oder TAKKO auch „derzeit“ K+L Ruppert angeführt wurde, war damit selbstverständlich das damals noch bestehende Geschäft dieser Firma in der Maybachstraße gemeint. An seine Stelle kann nicht einfach ein Geschäft in der Innenstadt gestellt werden, das selbstverständlich ein innenstadtrelevantes Sortiment führt. In der Maybachstraße ist ein solches aber gerade nicht zugelassen.

Der Grünen Fraktion geht es in dieser Sache ausschließlich um die Erhaltung eines lebendigen Stadtzentrums, das auf Dauer so nur bestehen kann, wenn es auch Ort des Einkaufens bleibt.

 

 

20150120 Antrag Modepark Röther

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