Moserbräu nicht mehr zu retten?

Der vom Eigentümer gewünschte Abbruch des Moserbräuanwesens, Altstadt 178 und 179 war Gegenstand eingehender Überlegungen in der Grünen Fraktion. In Übereinstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege widersetzt sich die Fraktion dem Abbruch dieses Baudenkmals. Ihr ist bewusst, dass eine Erhaltung und Sanierung des Anwesens jetzt mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Doch dies habe sich der Eigentümer selber zuzuschreiben, so die Grünen.

 

Erworben hat er das Anwesen 1990. Schon damals war klar, dass es sich um ein Sanierungsobjekt handelt und schon damals gab es einen einstimmigen Beschluss des Bausenats aus dem Jahre 1987, mit dem der Abbruch des Vordergebäudes aus denkmalschutz-rechtlichen Gründen abgelehnt worden war. Trotzdem hat der Eigentümer in den seither vergangenen 22 Jahren zur Sanierung des Anwesens nichts getan, sondern ständig auf den Abbruch hingearbeitet. Das Landesamt für Denkmalpflege hat in Gesprächen mit dem Eigentümer 1990, 1995 und 2003 dem Abbruch des Vordergebäudes nicht zugestimmt. Der Bausenat hat im Jahre 2004 die Genehmigung des Abbruchs ein weiteres Mal verweigert. Das alles, so Susanne Fischer, habe den Eigentümer nicht veranlasst, seiner Verantwortung für die Erhaltung dieses Baudenkmals nachzukommen.

Die Grüne Fraktion sieht darin eine Brüskierung nicht nur des Stadtrates, sondern der gesamten Bürgerschaft der Stadt. Eine Belohnung dieses Verhaltens durch Genehmigung des Abbruchs kommt für sie nicht in Betracht.

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