Neubaupläne für den Moserbräu stoßen bei den Grünen auf heftige Kritik

Sigi-Hagl„Die vorgelegten Pläne lassen nicht erkennen, dass sich das Bauvorhaben in die Umgebung einfügen wird, weder in der Dimensionierung noch in seiner gestalterischen Ausführung“, kommentierte Grünen-Fraktionsvorsitzende Sigi Hagl den Entwurf für die Bebauung des Moserbräu-Areals  auf der  Fraktionssitzung am Montagabend. Auch im Gestaltungsbeirat sei der Entwurf klar durchgefallen. So fand weder die Fassadengestaltung noch die Baudichte und die Tiefgaragenzufahrt über den Hinterhof die Zustimmung der Experten.  Bleibt nur zu hoffen, dass bei einer grundlegenden Überarbeitung mehr Sensibilität bei der Beplanung einer so markanten Lage spürbar werde. Die Genehmigung zum Abriss des Moserbräus wertet die Fraktion nach wie vor als katastrophale Fehlentscheidung des Bausenats: „Mit der Vernichtung historischer Bausubstanz muss in dieser Stadt endlich Schluss sein“, so Hagl.
Mit größter Verwunderung nahmen die Grünen zur Kenntnis, dass der Gestaltungsbeirat sich in nichtöffentlicher Sitzung mit den Planungen befasste, obwohl der Bauherr dies nicht beantragt hatte. „Dafür haben wir keinerlei Verständnis, schließlich ist es von größtem öffentlichem Interesse, äußerte sich Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner dazu. „Den Landshuterinnen und Landshutern ist es  nicht egal, wie sich die historische Innenstadt dort verändert, wo heute noch denkmalgeschützte Gebäude stehen“, so Keyßner.

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