Projekt Fritz-Koenig-Retrospektive in den Uffizien

Das Projekt einer möglichen Fritz-Koenig-Retrospektive in den Uffizien der Stadt Florenz beschäftigt auch die Grüne Fraktion. Die nimmt mit äußerstem Erstaunen zur Kenntnis, dass sich Oberbürgermeister Alexander Putz offenbar vorbehaltlos dem eigenartigen Vorgehen der Fritz- und Maria-Koenig-Stiftung angeschlossen hat. Soweit bekannt, verfolgt die Stiftung vorrangig zwei Ziele. Sie will den Kunsthändler, auf dessen Initiative das Projekt zurückgeht und der das Interesse der Uffizien geweckt hat, aus dem weiteren Verfahren hinausdrängen. Und sie duldet das Skulpturenmuseum der Stadt allenfalls in untergeordneter Rolle.

Die Grüne Fraktion ist der Auffassung, dass die Stadt und ihr Oberbürgermeister allerdings eine grundlegend andere Position einnehmen müssen. Sie haben alles zu unterlassen, was die Verwirklichung des Projekts gefährden könnte. Sie haben insbesondere klarzustellen, dass das Skulpturenmuseum mit seinen umfangreichen Beständen an Werken Fritz Koenigs (Dauerleihgaben der Stiftung), mit seinem Archiv und mit seiner Expertise als Partner eigenen Rechts bei dem Projekt uneingeschränkt zur Verfügung steht, falls dies in Florenz gewünscht wird.

Durch das Vorgehen der Stiftung, das der Oberbürgermeister – soweit bisher bekannt – uneingeschränkt mitträgt, sieht die Grüne Fraktion das so wünschenswerte Projekt der Retrospektive Fritz Koenig in den Uffizien gefährdet. Sie empfiehlt, allseits zur Kenntnis zu nehmen, dass Herr des Verfahrens ausschließlich die Uffizien sein können. Dort wird man nicht auf Belehrungen und schon gar nicht auf Pressionen aus Landshut warten, von wem immer das ausgehen mag.

20170710 Berichtsantrag Koenig-Ausstellung

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