Tempo 30 in Wolfgangssiedlung und am Hofberg aufgehoben

Dr. Thomas Keyßner, 2. BürgermeisterDie Grüne Fraktion bedauert, dass der Stadtrat bei einem Stimmenpatt für beide Stadtviertel beschlossen hat, kein Rechtsmittel gegen die negativen Urteile des Verwaltungsgerichts Regensburg einzulegen.
„Die Bürger der Wolfgangssiedlung können sich dennoch Hoffnung machen, dass sie in nicht allzu ferner Zeit wieder eine flächendeckende Tempo-30-Zone bekommen“, so Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner.
Immerhin habe das Plenum die Verwaltung beauftragt, entsprechende Planungen voranzutreiben und insbesondere mit der Gemeinde Altdorf Abstimmungsgespräche zu führen. Keyßner optimistisch: „Spätestens mit der Inbetriebnahme der Altdorfer Nordumgehung wird sich die Durchgangsverkehrsproblematik in der Wolfgangssiedlung sicher entscheidend verbessern.“

Ausgangspunkt war im Jahr 2003 ein erfolgreiches Bürgerbegehren pro Tempo 30, das vom Stadtrat mit großer Mehrheit übernommen wurde. Die Umsetzung dieses Beschlusses – entsprechende planerische Maßnahmen für Tempo 30 – geschah jedoch nur sehr schleppend. Auch im jetzigen Klageverfahren hat das Verwaltungsgericht sehr wohl zur Kenntnis genommen, dass die Stadt nicht mit einer Zunge spricht. Letztlich bleiben somit gewisse Rechtsfragen zum Durchgangsverkehr oder zur Rechts-vor-Links-Regelung weiter ungeklärt.

Auch am Hofberg wird man die Verkehrsentwicklung genau beobachten müssen und mittelfristig Überlegungen anstellen, wie im Sinne der Anwohner der betroffenen Durchgangsstraße eine akzeptable Verkehrsberuhigung erreicht werden kann.

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