Westanbindung? Westumfahrung?

Die Grüne Fraktion hat sich in ihrer jüngsten Sitzung mit dem neuen Dringlichkeitsantrag der CSU-Fraktion befasst, der die Aufnahme von Gesprächen mit dem Landkreis zur möglichen Weiterführung der „Westanbindung“ über die B 11 hinaus nach Süden bis zum Anschluss an die B 15 fordert. Die Grüne Fraktion erinnert daran, dass dies längst beschlossen ist. Am 09.10.08, also vor beinahe 3 (!) Jahren haben Bau- und Verkehrssenat in gemeinsamer Sitzung jeweils einstimmig die Verwaltung beauftragt, eine solche Möglichkeit mit dem Landkreis, den Gemeinden Kumhausen und Tiefenbach, dem Staatlichen Bauamt und der Regierung abzustimmen. Geschehen ist seither offenbar nichts. Da darf sich niemand wundern, so Stadtrat Hermann Metzger, wenn Interessierte und insbesondere betroffene Bürger nur geringes Vertrauen in Verwaltung und Politik setzen. Die von der CSU diagnostizierte „aufgeheizte Stimmung“ lässt sich auch aus solchen eklatanten Versäumnissen erklären und kann gewiss nicht durch hektische Anträge in buchstäblich letzter Sekunde befriedet werden.

 

Entlastung von Landshut statt Träumen von B 15 neu

Endlich anzuerkennen, dass die »B 15 neu« in Kürze nicht, in den nächsten 15 Jahren nicht und wahrscheinlich nie im bisher geplanten Trassenverlauf jenseits der »A 92« gebaut werden wird, ist nur konsequent. Sogar der Anschluß an die »A 92« wird schon nur noch einseitig und nicht mehr als »Autobahnkreuz« geplant.

Trotzdem braucht Landshut natürlich eine Lösung für den weiter – auch Dank »B 15 neu« – steigenden Durchgangsverkehr. Die einzig sinnvolle Möglichkeit für eine Ortsumfahrung bietet sich nach Meinung der Grünen Fraktion im Landshuter Osten an. Nur dort können mit einer einzigen Straße – und für mehr hat auch der Bund kein Geld – sowohl Umfahrung als auch Entlastung erreicht werden. Nur im Osten kann in Folge der Autobahn »B 15 neu« eine zweispurige Weiterführung den Durchgangsverkehr aufnehmen und unter Umgehung des Kasernenecks – und damit der Konrad-Adenauer-Straße – im Bogen über die »B 299« auf die alte Trasse der »B 15« zurückgeführt werden. Erst dadurch wird endlich eine Entlastung der Veldener Straße und des Kupferecks möglich.

Nachdem es sich um Bundesstraßen handelt, kann nur der Bund der Träger dieser Straße sein. Von Seiten der Stadt Landshut hier weiteres, nicht vorhandenes Geld in weitere Machbarkeitsstudien zu pumpen, bringt der Stadt aber gar nichts.

Der Antrag der Grünen enthält aber nicht nur sinnvolle Vorschläge für die Zukunft, sondern auch die fast kostenlose und schnell zu realisierende Sofortlösung: Umleitung des Verkehrs über die »A 92« in Richtung München bis zur »Flughafentangente«, dort weiter in Richtung »A 94«. Dazu gehört auch eine Sperrung des LKW-Durchgangsverkehrs durch die Stadt, wie sie in München schon länger erfolgreich praktiziert wird.

»Im übrigen bleibe ich dabei, dass wir nur mit Hilfe eines Gesamtverkehrskonzeptes auch den innerstädtischen Verkehr sinnvoll regeln können«, so Markus Scheuermann.

s. Antrag vom 13.06.2011: Ostumfahrung, Entlastung vom Durchgangsverkehr: B 15, B 299 kurz- und längerfristige Maßnahmen


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