Grünen-Fraktion nimmt Stellung zum Klinikum

Das Städtische Klinikum in kommunaler Hand sichert der Landshuter Bevölkerung eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung als Teil der Daseins-Vorsorge zu.

Die Grünen-Fraktion befürwortet, das von der Geschäftsführung erarbeitete Zukunftsprogramm, wobei allerdings ein wichtiger Punkt, die Bemühung um eine Fusion mit LaKuMed enthalten sein sollte.

Eine Fusion der beiden Kliniken kann Einsparungen durch Synergieeffekte bewirken, z.B. durch Wegfall von Doppelvorhaltungen. Entsprechende Bereitschaftsdienste im medizinisch-technischen Bereich könnten eingespart werden. Auch von gemeinsam betriebenen Abteilungen wie Labor, Apotheke, Küche etc. sind positive Synergieeffekte zu erwarten.

 

Die Gründung eines auf drei Facharztsitze begrenzten MVZ, die Errichtung einer Neurochirurgischen Abteilung und einer zweiten Nuklearmedizinischen Abteilung werden von der Grünen-Fraktion mitgetragen.

 

In den letzten Wochen geriet das Klinikum durch Abdruck eines Assistenten-Briefes und durch Leserbriefe einiger Patienten in negative Schlagzeilen.

Aufgrund eines Dringlichkeitsantrages der Grünen-Fraktion kam es am 23.09.2011 zu einer Befragung des Ärztlichen Direktors, Herrn Prof. Dr. Holstege und des Geschäftsführers Herrn Bönsch zu diesen Vorgängen, wobei sich ein Teil der Kritikpunkte, insbesondere bezüglich der Arbeitssituation der Mitarbeiter ärztlicherseits und auch von der pflegerischen Seite her bestätigten.

 

Für die Grünen-Fraktion stellt sich die Situation so dar:

Die Sicherung der Wirtschaftlichkeit durch verbessertes Controlling und durch Verwirklichung des Zukunftsprogramms ist vorläufig gegeben, wobei die Mitarbeiter des Klinikums einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben.

Jetzt in der Phase der Konsolidierung sollte sich die Arbeitssituation der Mitarbeiter verbessern.

Dazu gehören insbesondere Maßnahmen der Personalentwicklung, der Bezahlung nach Tarif und Verbesserung der Weiterbildung der Assistenten durch Rotation und durch Bemühung den Facharztanteil am Klinikum zu erhöhen. Eine Mitarbeiterbefragung in naher Zukunft ist anzustreben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kommunikation  innerhalb des Klinikums und die Klärung der Frage, inwieweit die Geschäftsführung ein Direktionsrecht den Chefärzten gegenüber ausüben kann, falls es in bestimmten Bereichen zu Engpässen beim ärztlichen Personal aufgrund von Krankheit kommt.

Bei unveränderten, vom Gesetzgeber nicht angepassten Rahmenbedingungen, läuft das Klinikum Gefahr, auch aufgrund des fehlenden Inflationsausgleiches, wiederum negative Jahresergebnisse zu erzielen.

Deswegen ist unbedingt eine Zusammengehen mit dem Kreiskrankenhaus, zumindest punktuell (Labor, Apotheke, Küche, Rotation von ärztlichen Mitarbeitern) anzustreben s.o.

 

Die Grünen-Fraktion ist überzeugt, durch diese Maßnahmen die Wirtschaftlichkeit zu erhalten und die hohe medizinische Qualität sichern zu können.

 

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